Was verdient der Friseurunternehmer wirklich?

Diese Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Sicherlich gibt es Unternehmen die wirtschaftlich erfolgreich sind.

● Problematisch ist mit Sicherheit die Situation in den sogenannten Kleinstbetrieben die einen Umsatz von weniger als 17.500 €uro pro Jahr erzielen. 

Diese sind zwar von der Umsatzsteuer befreit und können die 19% (sonst abzuführende) Steuer als Gewinn verzeichnen, bei etwas mehr als 1.500 €uro Einnahme im Monat sind dieses aber auch nur rund 270,- €uro im Monat. 

● Was bleibt übrig von monatlich 1.500 €uro Einnahme nach Abzug von Miete, Waren, Energie, Versicherungen zum Lebensunterhalt?

Die „Erfolgs-Vergleichs-Analyse“ (EVA) der Wella AG geben Aufschluss über die Kosten / Gewinnsituation bei Friseuren.

Der durchschnittliche Salon in Deutschland hat mit 5 Mitarbeitern (einschließlich Chef) einen Dienstleistungsumsatz von rund 170.000 €uro.

Hier verteilt sich die erzielte Einnahme wie folgt:

Von 10,- €uro Einnahme sind:
1,60 €uro
direkt abzuführende MwSt
3,60 €uro

Lohnaufwand incl. Berufsgenossenschaft und AG Anteile Sozialversicherung
(dem Mitarbeiter verbleiben netto 1,90 €uro

0,10 €uro
Gewerbesteuer
0,60 €uro
Einkommensteuer, Kirchensteuer, persönliche Steuern
0,30 €uro
Handwerker Pflichtversicherung
1,10 €uro
Für den Chef – hiervon sind noch Beiträge zur Krankenversicherung und Altersvorsorge zu begleichen
Quelle: EVA der Wella AG – Zentralverband des Friseurhandwerks - Marktlücke

Wahrlich kein Reichtum für Friseurunternehmer die hier das Risiko tragen, Ihr Vermögen einsetzen und riskieren und nicht selten eine mehr als 50 Stundenwoche leisten.

Der faire Salon
Im fairen Salon
Initiative 'Der faire Salon'
Social Bookmarking