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Es muß gespart werden. An IHNEN



Billigfriseure müssen sparen.

Klar, und hauptsächlich an den Kosten, sonst funktioniert das mit den Billigpreisen nicht.
Das betrifft überwiegend die Lohnkosten, die mit rund 40% aller Kosten im Friseursalon den Löwenanteil ausmachen.

Lohndumping ist eine der unschönen Möglichkeiten um Kosten zu reduzieren. Und siehe da:
ins Visier der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sind vornehmlich genau diese Billigfriseure geraten, die Mitarbeiter schwarz arbeiten lassen, keinerlei Sozialabgaben abführen oder im positiven Fall nur unter Tarif bezahlen.

Der unvermeidbare Zwang bei Billigpreisen Kosten sparen zu müssen führt dazu, das vielfach ungelernte Kräfte an den Köpfen der Kunden arbeiten, Mitarbeiter die ihre Ausbildung nicht geschafft haben, und / oder durch die Agentur für Arbeit subventioniert werden müssen, weil sie sonst nicht vermittelbar sind.

Personellen Nachschub erhalten diese Unternehmen aus dem Ausland, aus Ost- und Südeuropa aber auch aus Asien kommen „Freunde oder Angehörige“ des Inhabers „zu Besuch“ teilweise auch mit dem nötigen Touristenvisum. Arbeiten ist eigentlich verboten, aber erst in den letzten Jahren wird das etwas mehr kontrolliert.

Aber auch durch die Initiative der Agentur für Arbeit finden Billigfriseure Nachschub an Arbeitskräften. Seit Jahren werden lernschwache Schulabgänger in berufsvorbereitenden Maßnahmen aufgefangen und gerne in handwerkliche Berufe, eben auch in den Friseurberuf, vermittelt.

Die Agentur für Arbeit übernimmt vielfach die Kosten (oder einen Teil davon) für die Ausbildung, dieses wird von den preisorientierten Kettenbetrieben gern genutzt. Nach dreijähriger Ausbildung stehen diese jungen Menschen in der Regel wieder auf der Straße.
Die meist schlechte Ausbildung haben Sie deutlich mitsubventioniert!

Was folgt ist HARTZ IV, bezahlt von Ihren Sozialabgaben, die Sie abführen müssen.
In vielen Fällen erfolgt dann eine Förderung durch die Agentur für Arbeit, fähig erscheinende Arbeitsuchende werden zur Meisterschule geschickt. Raten Sie mal wer das bezahlt..?

Theorie und Praxis:
Was Anfangs gut gedacht ist, nämlich die fachliche Qualifikation zu erhöhen, schlägt ins Gegenteil um: nach bestandener Meisterprüfung sind die Meisterfriseurinnen noch weniger vermittelbar, weil zu teuer im Lohntarif und im Verhältnis dazu zu wenig Berufspraxis.

Was dann folgt ist die Existenzförderung, mit einem Darlehn der Agentur für Arbeit ausgestattet, geht es in die Selbstständigkeit.
Schon wieder ein neuer Salon - in einem Markt, in dem es ein totales Überangebot an Betrieben gibt. Hier findet sich damit auch die Erklärung dafür, warum Sie alle paar Tage einen neuen Friseursalon entdecken…